Test-Pflicht und das kindliche Hantieren mit "besonders besorgniserregenden" Stoffen, welche als hochgiftig gelten, von oftmals ungeschultem Personal.
Die Corona-Schnelltest für Schulkinder sind heute den 4. Tag vielerorts verpflichtend um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können. Überall sieht man jedoch mehr und mehr Testfehler, die ein jeder Chemie- und Biologielehrer erkennen dürfte, ebenso wie Eltern aus dem medizinisch, pflegerischen Sektor und Heilberufen.
Gab es keine Warnungen, oder hat man sie als verschwörungsidiologisch abgetan?
Einige Test wurden z.B. auf dem Schulhof durchgeführt, wo kein Wasserhahn vorhanden ist, falls doch mal etwas von der Pufferlösung auf die Haut gelangt oder versehentlich in die Augen spritzt. Normaler Weise muss für solche Eventualitäten auch eine Augenspülflasche bereit stehen. In gängigen Laboren gehören diese schon lange zum Standardequipment.
Wurde das angesprochen, gab es sogar Echos wie, dass das völliger Quatsch sei und man die Lösung sogar trinken könnte. Post für jeden der den Beweis antreten möchte. Denn es gibt leider zu Hauf Menschen die jene Warnungen erst dann ernst nehmen, wenn es in der Zeitung steht, auch wenn es zuvor Fachkräfte waren, die jene Warnungen ausstießen.
Am 21. publizierte z.B. die Bild einen Artikel, mit dem Titel:
Quellennachweis: Artikel der Bildzeitung
In Hamburg galt die Testpflicht für Schüler bereits ab Ostern. Mehr als 6 Millionen Tests schaffte die Stadt Hamburg an, Tests im Wert von 10 Millonen Euro.
Was ich persönlich beim Durchführen der Schnelltest am merkwürdigsten finde, ist eben die Tatsache, dass etlichen Schüler und Eltern keine Möglichkeit gegeben wurde, vor dem Test, den Beipackzettel selbst zu lesen und sich damit ziemlich blindlinks auf das Wissen des Schulpersonals verließen.
Die Lehrer, Erzieher und ggf. Sonderpädagogen war es jedoch freigestellt ob sie an einer Schulung bzgl. der Antigenschnelltest teilnehmen. In 2-3 Stunden wurde dann vermittelt wie man die Tests an einem anderen Erwachsenen durchführt.
Schließlich wurden die Schulungen ursprünglich für das freiwillige Testen innerhalb des Kollegiums konzipiert, nur wenige wurden dahingehend erweitert, Tests auch an Schülern durchzuführen.
Mich würde überdies auch interessieren, wie die offiziellen Anweisungen lauten, sollten sich Kinder weigern, oder gar mit Händen und Füßen dagegen wehren.
Sei es drum, jeder der jemals in einer Lehrsituation war, weiß jedoch, dass es einen Unterschied darin gibt, etwas selbst durchzuführen und wieviel mehr an Kompetenzen es braucht, dass wiederum fehlerfrei anderen zu vermitteln; darauf zielte jedoch meinen Recherchen nach keine der Schulungen ab.
Darüber hinaus, leiten inzwischen auch Lehrer und Erzieher Kinder an, die selbst KEINE Schulung oder fachkundige Einweisung erhalten haben.
Eine von vielen Fragen die man sich zu Recht stellen darf ist, warum der Beipackzettel nicht Gegenstand des Unterrichtes ist, wenn man solche Tests schon als Teil des Unterrichtes durchführt.
Der Bild Artikel liefert ein paar unschöne Indizien dazu. In Hamburg waren 2 von 10 Millionen Selbsttests vom Hersteller SD Biosensor aus Korea, die von der Firma Roche in Deutschland vertrieben werden. Auch in Berlin und vielen anderen Städten kommen eben diese Tests zum Einsatz.
Die Pufferlösung enthält Octylphenol. Ein Stoff, der von der EU als „besonders besorgniserregend“ eingestuft wird und als hochgiftig gilt!
Bild berichtete, dass die Tests zwar in Deutschland für Laien zugelassen sind, doch weist der Hersteller im Beipackzettel darauf hin, "dass zur Prävention bei der Anwendung Schutzbrille und Schutzhandschuhe getragen werden sollten. Schutzausrüstung die den Schülern nicht zur Verfügung stand..."
Hat man also bewusst darauf verzichtet den Beipackzettel flächendeckend zur Verfügung zu stellen und/ oder hat das Schulpersonal ihn selbst nicht gelesen und sich über die Inhaltsstoffe informiert? Sollte nicht jeder Erwachsene wissen, wie wichtig es ist VOR Anwendung solcher Test den Beipackzettel zu lesen und sollte nicht vor allem Lehrern und Erziehern ihre Vorbildfunktion klar sein, ebenso wie ihre Haftungsrolle?
Dünn gesäte Ausnahmen im Schulpersonal, bestätigen offenbar die vorgefundene Regel.
Es soll an dieser Stelle niemanden per se etwas unterstellt werden, aber die Frage sollte legitim sein, ebenso wie es eine entsprechend öffentliche Debatte geben sollte, schließlich reden wir hier über Kindeswohl im Schutzraum Schule.
Beim 1.-Hilfe-Schein für Einrichtungen wird auf den Umgang mit Gefahrenquellen eingegangen. Ist dieser wenigstens die Regel, oder auch eher die Ausnahme?
Als ich meinen letzten Kurs in 2018 erhielt, fragte ich explizit nach. Für eine Vielzahl von Berufen, wo es Sinn gemacht hätte, war ein 1. Hilfe Schein für Einrichtungen NICHT verpflichtend.
Erzieher in den Kitas hatten 1. Hilfe am Kind, in der Praxis hörte ich aber immer wieder was Erzieher alles NICHT dürfen. Fremdkörper jeglicher Art durften nicht entfernt werden, auch wenn ich es aus infektio-logischer Sicht anderes gelernt hatte und es mir immer wieder schwer fiel nicht zu handeln. Nicht im Traum wäre einem der Erzieher eingefallen, einen Gegenstand in eine Körperöffnung eines Kindes einzuführen und auch nicht dem Kind beizubringen, es selbst zu tun. Schließlich würden Kinder ab 3 Jahren das im Rollenspiel nachspielen und sich dann auch mehr -als das eh schon oft bei Kindern vorkommt- etwas in die Nase oder den Rachen schieben.
Nichts des do trotz debattiert man nun in Frankfurt eifrig über die Einführung von
Quellennachweis: Artikel der Zeit
Wenigstens spricht man hier in dem Bericht noch von Lolly-, Gurgel- oder Zungenabstrichtests, auch wenn es wenig glaubhaft erscheint, dass diese das Mittel der Wahl sein werden.
Könnt ihr Euch noch an den "Blick über den Tellerrand" erinnern, als wir immer wieder danach schauten wie sich die Maßnahmen in anderen Ländern entwickeln?
So verwiesen wir auch schon mehrfach auf Österreich, wo auch erst Erzieher, dann Lehrer, dann Schüler und nun auch Kitakinder getestet werden. Es ist also wenig erstaunlich, dass wir hier exakt das gleiche Vorgehen sehen.
Es sollte also auch niemanden verwundern, -Achtung Verschwörungstheorie- wenn aus dem "freiwillig zu Hause testen" auch bald eine Testpflicht für Kleinkinder kommt.
Auch wenn in der normalen Pädagogik und Pflege -vor Corona- immer wieder gesagt wurde, dass man Kindern nichts in die Körperöffnungen stecken sollte, nicht in den Mund, nicht in die Ohren und ja auch nicht in die Nase. Die Gefahr für Verletzungen ist schlicht zu groß, zuallerletzt weil auch davon auszugehen ist, dass die meisten Kinder naturgemäß in so einem Testprozedere nicht stillhalten.
Überdies darf man gerne daran erinnern, dass eine etwaige Covid Erkrankung bei Kindern im Regelfall nur leichte Symptome mit sich bringt, oder gar symptomlos verläuft.
Weiterhin darf gerne weiter erwähnt werden, dass Kinder -gleich welchen Alters- eh nur symptomlos in die Einrichtungen dürfen. Das gilt also sowohl für die Kitas, wie auch für die Schulen. Das RKI hat dagegen selbst schriftlich niedergelegt, dass symptomlosen und asymptomatischen Personen fast drei Viertel der positiven Schnelltestergebnisse „falsch positiv“ sind und dreiviertel der tatsächlich Infizierten übersehen werden, wie die Welt am 19.04. berichtete.
Quellennachweis: RKI Risikobewertung
Quellennachweis: Artikel der Welt
Fakt ist leider auch, dass das eher der geringste Anteil des Schul- und Kitapersonal ausreichend geschult ist.
2-3 Stunden Kurzschulungen reichen meines Erachtens eben nicht aus um einen Routine im Testen und der Handhabung mit solchen Gefahrenstoffen zu entwickeln. Es gibt gute Gründe warum selbst einige Ärzte ihre Patienten vor Corona zum Testen ins Labor schicken und eben nicht alle Tests selbst durchgeführt haben. Auch gibt es nicht ohne Grund medizinisch- Pflegerisches Fachpersonal und Berufe wie medizinisch- technische Assistentin.
Wenn ein Erwachsener auf eigene Gefahr nach sorgfältigem Lesen des Beipackzettels derartiger Tests selbst anwenden will, müssen das eben diese Menschen selbst verantworten. Kinder dazu zu verpflichten -die wiederum Lehrern vertrauen die eben weder vom Fach sind, oder sich wenigstens intensivst damit befasst haben- finde ich grob fahrlässig.
Ich meine klar kann man in 2-3 Stunden auch ein paar pflegerisch-medizinische Grundkenntnisse erlangen, keine Frage. Aber wann immer ich damals etwas neues gelernt habe, z.B. Medikamentenvergabe, Wundversorgung oder eben auch Tests, wurde mir nach der Einweisung immer noch einige Male über die Schulter geschaut, später nur noch eine Endkontrolle durchgeführt, bis eben jemand anderes entschied "Jetzt darfst Du das auch selbstständig durchführen." Und ab dann war mir auch zu jeder Zeit bewusst, dass ich die volle Verantwortung trage, ein Verantwortungsbewusstsein, dass ich bei Lehrern und Erzieher gerade schmerzlich vermisse.
Und ganz ehrlich, wenn ich mir aktuell das Prozedere
zum Testen anschaue schüttel ich nur noch den Kopf.
Mit dieser Meinung stehe ich übrigens nicht alleine
da. Ich habe mich nach den ersten Tests mit ehemaligen Kollegen ausgetauscht,
einer davon ist aktuell Pflegedienstleiter auf der Charité, wo Covid Patienten
auf der Intensivstation liegen. Und der stuft die Art und Weise wie die Tests
an Schulen durchgeführt werden, nicht besser ein.
Die einen Kollegen bemängelten so ziemlich alles, z.B. fehlendes Nase putzen
und Hände waschen. Weiter ging es beim Verteilen der Testmaterialien ohne
Handschuhe, bei Kindern die gerade in Gruppen ohne Maske saßen. Mangelhaft
eingehaltenen Zeiten, sowohl bei der Probenentnahme, als auch beim dem Inkontaktbringen
mit der Pufferlösung sind weitere Fehlerquallen. Teilweise wurden die Stäbchen
-in Gruppen- minutenlang in die Luft gehalten, auch dann wenn die Kinder an der
frischen Luft waren, so dass Fremdkontamination nicht auszuschließen war.
Die Röhrchen wurden teilweise nicht zusammengedrückt um das Sekret in den
Stäbchen in der Pufferlösung auszuwringen, vom Umfall- oder Spritzschutz der
Röhrchen ganz zu schweigen.
Kurz: Die Schulung für die Tests waren freiwillig, das heißt nicht alle
Lehrer und Erzieher die nun Kinder im Selbsttesten anleiten sind selbst auch
darin geschult und so summieren sich die Fehler.
Ganz vom o.a. Sinn und Zweck
und der Aussagekraft der Tests abgesehen.
Und ohne darauf einzugehen, dass medizinische Daten die normalerweise zum
Patientengeheimnis gehören, nun öffentlich im Klassenverband geteilt werden.
Oder davon zu reden, ob es überhaupt in solchen Gruppentestungen möglich ist
die Schüler psychologisch gut zu begleiten. Oder wie gut Kinder mit einem
positiven Testergebnis aufgefangen werden, während sie "abgesondert"
und "isoliert" werden sollen, oder vielleicht doch auf dem Schulhof
zur Schau gestellt werden.
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